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Insights

Vier von zehn Websites können sich nicht irren.

WordPress betreibt rund 41 Prozent aller Websites weltweit — mehr als alle anderen Content-Management-Systeme zusammen. Was hinter dem Erfolg steckt, wo die Grenzen liegen und wie sich WordPress im Vergleich mit TYPO3 und Joomla schlägt. Mit Fakten statt Bauchgefühl.

01 / Wissenswertes

Vom Blog-System zum Betriebssystem des Webs.

WordPress startete 2003 als Blog-Software — heute ist es ein vollwertiges CMS, auf dem alles läuft: Unternehmensseiten, Magazine, Landingpages und mit WooCommerce auch Onlineshops. Die Software ist Open Source unter GPL-Lizenz, kostet keinen Cent Lizenzgebühr und gehört keinem Konzern, sondern einer weltweiten Community. Technisch basiert sie auf PHP und MySQL — sie läuft damit auf praktisch jedem Hosting-Paket. Aktuell ist Version 7.0 (Mai 2026), gepflegt in einem rollierenden Modell: Offiziell unterstützt ist immer die neueste Version, Sicherheitsupdates spielt WordPress automatisch ein.

Fünf Gründe für den Marktführer.

02 / Vorteile
01

Ein Ökosystem statt einer Software.

Über 69.000 kostenlose Plugins im offiziellen Verzeichnis, dazu tausende Premium-Erweiterungen und Themes. Ob Buchungssystem, Mehrsprachigkeit oder Shop — fast jede Anforderung ist bereits gelöst und muss nicht teuer neu entwickelt werden.

02

Redaktion ohne Schulungswoche.

Texte ändern, Bilder tauschen, Beiträge veröffentlichen — das WordPress-Backend ist so zugänglich, dass Redaktionsteams ohne lange Einarbeitung selbstständig arbeiten. Das senkt laufende Kosten mehr als jede Lizenzersparnis.

03

Kein Lock-in, keine Lizenzkosten.

Open Source heißt: Deine Website gehört dir. Kein Baukasten-Abo, kein Anbieter, der Preise diktiert oder den Stecker zieht. Hosting und Agentur sind frei wählbar — und wechselbar.

04

Wächst mit jeder Anforderung.

Vom Onepager bis zum Portal mit zehntausenden Seiten: Mit eigenen Inhaltstypen, der REST-Schnittstelle und Anbindungen an Shop-, CRM- und Marketing-Systeme skaliert WordPress vom Handwerksbetrieb bis zum Konzernauftritt.

05

Der größte Entwicklerpool der Welt.

Für WordPress findest du immer Fachleute — heute, in fünf und in zehn Jahren. Bei Nischensystemen ist der nächste Dienstleisterwechsel oft ein Neubau. Bei WordPress ist er ein Anruf.

03 / Ehrlicherweise

Marktführer heißt auch: Zielscheibe.

Wer 41 Prozent des Webs betreibt, ist automatisch das beliebteste Angriffsziel. Deshalb gehört zu jeder seriösen WordPress-Website ein Wartungskonzept: zeitnahe Updates für Core und Plugins, Backups, sichere Zugänge. Und weil jeder Plugins veröffentlichen darf, schwankt deren Qualität — die Kunst liegt darin, wenige, gut gepflegte Erweiterungen auszuwählen statt fünfzig zusammenzuklicken. Beides ist kein Argument gegen WordPress, aber eines gegen „einmal bauen, nie wieder anfassen“.

WordPress, TYPO3, Joomla — der Faktencheck.

04 / Vergleich
WordPress TYPO3 Joomla
Anteil an allen Websites ca. 41 % ca. 0,4 % ca. 1,2 %
Marktanteil unter CMS ca. 59 % ca. 0,5 % ca. 1,7 %
Aktuelle Version 7.0 14 LTS 6.1
Lizenz & Kosten Open Source (GPL), kostenlos Open Source (GPL), kostenlos Open Source (GPL), kostenlos
Erweiterungen 69.000+ kostenlose Plugins Extensions im vierstelligen Bereich Extensions im vierstelligen Bereich
Mehrsprachigkeit per Plugin (z. B. WPML, Polylang) im Kern im Kern
Rechte & Freigabe-Workflows Rollen im Kern, fein per Plugin sehr granular im Kern ACL im Kern
Update-Modell rollierend, automatische Sicherheitsupdates LTS: rund 3 Jahre frei, ELTS bis zu 6 feste Major-Zyklen, zwei gepflegte Zweige
Einstieg für Redaktion sehr leicht Schulung sinnvoll mittel
Typischer Einsatz KMU bis Enterprise, Blogs bis Shops Konzerne, Behörden, viele Länder-Sites Vereine, Communities, mittlere Portale

Stand: August 2026. Marktanteile laut W3Techs; Versionen laut wordpress.org, get.typo3.org und joomla.org.

01

Wann TYPO3 die richtige Wahl ist.

TYPO3 spielt seine Stärken bei Konzern-Anforderungen aus: sehr feine Rechtevergabe, Freigabe-Workflows, dutzende Länderseiten aus einer Installation, planbare LTS-Zyklen mit bis zu sechs Jahren Support. Der Preis dafür: höhere Komplexität, längere Projekte, Schulungsbedarf in der Redaktion und ein deutlich kleinerer Markt an Dienstleistern.

02

Wo Joomla steht.

Joomla liegt funktional zwischen den beiden — Mehrsprachigkeit und Rechteverwaltung stecken im Kern, der Einstieg ist einfacher als bei TYPO3. Aber der Marktanteil sinkt seit Jahren, das Erweiterungs-Ökosystem und die Entwicklergemeinde schrumpfen mit. Für Neuprojekte ist das ein strategisches Risiko, das man bewusst eingehen sollte.

03

Warum es meist WordPress wird.

Für die große Mehrheit der Unternehmen — vom Handwerksbetrieb bis zum Mittelständler mit Shop — bietet WordPress das beste Verhältnis aus Möglichkeiten, Redaktionsfreundlichkeit, Kosten und Zukunftssicherheit. Nicht weil es überall die meisten Funktionen im Kern hat, sondern weil es die Funktionen hat, die man wirklich braucht — und die Menschen, die sie beherrschen.

05 / Fazit

Das beste CMS ist das, das zu deinem Alltag passt.

Die ehrliche Antwort auf „Welches CMS?“ beginnt nicht bei der Technik, sondern bei deinem Team: Wer pflegt die Inhalte? Wie viele Sprachen, wie viele Freigabestufen, wie viel Budget für Betrieb und Weiterentwicklung? Braucht es Konzern-Workflows, führt an TYPO3 wenig vorbei. In fast allen anderen Fällen liefert WordPress schneller, günstiger und flexibler — vorausgesetzt, es wird professionell aufgesetzt und gepflegt.

Ein CMS gewinnt keinen Vergleich auf dem Papier. Es gewinnt ihn jeden Tag im Redaktionsalltag.

Welches CMS passt zu dir?

Wir bauen seit über 20 Jahren Websites, die Redaktionen gern pflegen — die meisten davon auf WordPress, und zwar aus Überzeugung, nicht aus Gewohnheit. Lass uns über dein Projekt reden.